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Das Programm im Detail

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Vorträge

Inklusion und Teilhabe in Hamburg – eine Zwischenbilanz

Dr. Melanie Leonhard, Senatorin für Arbeit, Soziales, Familie und Integration

Ein Geheimnis ist es nicht. Der Umbau der Eingliederungshilfe aus der Perspektive zweier Sozialunternehmen

Dr. Stephan Peiffer, Geschäftsführer Leben mit Behinderung Hamburg Sozialeinrichtungen gGmbH
Hanne Stiefvater, Vorständin Evangelische Stiftung Alsterdorf

Die Entwicklung von Teilhabechancen – die Perspektive der Leistungsberechtigten

Kerrin Stumpf, Vorsitzende der Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen e.V.

Autonomie und Teilhabe im Sozialraum – zum Zusammenhang von Fachlichkeit und Finanzierungsform

Prof. Dr. Wolfgang Hinte, Hochschullehrer a.D., Universität Duisburg-Essen

Wie wird es landes- und bundespolitisch weitergehen?

Jan Pörksen, Staatsrat Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration

Streitgespräch

Trägerbudgets – Was wird aus den Leistungsansprüchen der Berechtigten?

Dr. Peter Gitschmann, Leiter der Abteilung Rehabilitation und Teilhabe in der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration
Prof. Dr. jur. Wolfgang Schütte, Hochschullehrer (em.) für Sozialrecht und Sozialpolitik an der HAW Hamburg
Moderation: Burkhard Plemper, Journalist

 

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Foren

Forum 1: Gute Planung ist die halbe Miete! Gesamt- und Hilfeplanung im Leistungsdreieck

Wie ist das Zusammenspiel von Leistungsträger, Leistungserbringer und Leistungsberechtigten zu gestalten, um durch die Hilfeplanung ein partizipatives, ressourcen- und sozialraumorientiertes Leistungsgeschehen zu ermöglichen?

Das Forum behandelt ein neues Verständnis und neue Wege in der Individuellen Hilfeplanung. Es geht darum, die Beteiligung der Leistungsberechtigten schon während der Hilfeplanung zu sichern, ihre Ressourcen von Anfang an zu berücksichtigen und den Sozialraum in den Blick zu nehmen. Dafür sind personelle und organisatorische Voraussetzungen ebenso nötig wie geeignete Instrumente der Hilfeplanung. Leistungsträger und zwei Leistungserbringer stellen jeweils ihre Herangehensweise und Methoden vor und thematisieren Anforderungen und Schnittstellen der Zusammenarbeit.

Impuls:
Jens Binge, Fachamt Eingliederungshilfe Hamburg, Abteilungsleitung Sozialpädagogischer Fachdienst
Katrin Rump, f & w fördern und wohnen AöR, Bereichsleitung Sozialpsychiatrie Farmsen
Britta Siemssen, alsterdorf assistenz west gGmbH, Fachbereichsleitung Dienstleistungsentwicklung und Kommunikation

Moderation:
Juliane Chakrabarti, f & w fördern und wohnen AöR, Geschäftsbereich Eingliederungshilfe

Forum 2: Inklusive Wohnkonzepte: zwei Praxisbeispiele, unterschiedliche Perspektiven

Wie können inklusive Wohnkonzepte in Kooperation mit Wohnungswirtschaft und NutzerInnen gelingen?

Wo und wie will ich leben? Die Wahl von Wohnort und Wohnform spielt im Lebensentwurf eine zentrale Rolle. Verwirklichungs- und Teilhabechancen sind in vieler Hinsicht daran geknüpft. Zugleich ist bedarfsgerechter und bezahlbarer Wohnraum an attraktiven Standorten knapp und umkämpft. Welche Optionen und Interessenbündnisse bieten sich in dieser Situation für die Wohnwünsche von Menschen mit Behinderung?

Im Forum werden zwei Modelle neuer Wohn- und Unterstützungsformen im Quartier vorgestellt: das Assistenz- und Wohnangebot Rungestraße, in dem Nachbarn füreinander da sind und sich gegenseitig unterstützen, und die inklusive Hausgemeinschaft Shanghaiallee, in der Menschen mit und ohne Behinderung zusammenleben. Beide Modelle wurden in Kooperation mit der Wohnungswirtschaft realisiert. Beide Modelle wollen einen Bürger-Technik-Profi-Mix im Leistungssetting erreichen. Das Forum beleuchtet die Chancen von Nachbarschaft und die Motive von Wohnungsbauunternehmen, inklusive Konzepte zu verwirklichen.

Impuls:
Marita Wahl, alsterdorf assistenz ost gGmbH, Bereichsleitung Bereich QPlus Barmbek/Bramfeld/Steilshoop und LeNa
Sonja Schoenberner, Leben mit Behinderung Hamburg Sozialeinrichtungen gGmbH, Bereichsleitung Unterstütztes Wohnen West
Marko Lohmann, Vorsitzender Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen Landesverband Hamburg e.V.

Moderation:
Marion Förster, Evangelische Stiftung Alsterdorf

Forum 3: Quartier hilft!? Sozialräumliche Ansätze im Spannungsfeld Heilsbringer oder Sparmodell

Wie verändern sich Unterstützungsformen in Hamburg auf Grundlage des Trägerbudgets?

Sind sozialräumliche Ansätze in der Lage, den Interessen von Menschen mit Unterstützungsbedarf gerecht zu werden, oder handelt es sich dabei nur um ein Sparmodell, das Kassen und Kommune entlasten soll? Nach einem Input von Prof. Wolfgang Hinte („Sozialraumorientierte Ansätze in der Eingliederungshilfe – Was bewegt sich im Bundesgebiet?“) ermöglicht ein Speeddating zu fünf unterschiedlich angelegten Konzepten Einblick in die Hamburger Praxis. Vorgestellt werden:

  • Sachsenwaldau – Sozialraumentwicklung im ländlichen Raum,
  • Sasel – Quartiersentwicklung in bestehenden Wohnstrukturen,
  • Kulturgenuss als Inklusionskatalysator – Begegnung, bürgerschaftliches Engagement, Abbau von Barrieren,
  • Q8 – Quartiere bewegen,
  • Qplus – Neue Unterstützungsformen im Quartier.

Im Anschluss haben die TeilnehmerInnen Gelegenheit, die Chancen sozialräumlicher Aktivitäten in einer gemeinsamen Runde mit Staatsrat Jan Pörksen und Prof. Wolfgang Hinte zu diskutieren und zu bewerten.

Impuls:

Prof. Dr. a.D. Wolfgang Hinte, Universität Duisburg-Essen
Jochen Krull, f & w fördern und wohnen AöR, Bereichsleitung Sachsenwaldau
Frauke Schröder, BHH Sozialkontor gGmbH, Quartiersentwicklerin Sasel
Frank Nestler, Leben mit Behinderung Hamburg Sozialeinrichtungen gGmbH, Koordinator Freiwilliges Engagement und Hamburger Kulturschlüssel
Martin Rösner, Leben mit Behinderung Hamburg Sozialeinrichtungen gGmbH, Bereichsleitung Unterstütztes Wohnen Ost
Armin Oertel, Evangelische Stiftung Alsterdorf, Leitung Q8-Sozialraumentwicklung
Karen Haubenreisser, Evangelische Stiftung Alsterdorf, Leitung Q8-Sozialraumentwicklung

Forum 4: Wie kommt Pflege vor …? Eingliederungshilfe und Pflege in der Hamburger Praxis

Erfahrungen und Perspektiven: Wie können Eingliederungshilfe und Pflege zusammenwirken?

Das Bundesteilhabegesetz und die Pflegestärkungsgesetze II und III definieren Teilhabeansprüche neu. Schnittstellen und Kombinationsmöglichkeiten zwischen den Leistungsbereichen der Eingliederungshilfe und der Pflege gewinnen dadurch an Bedeutung. Zugleich stellen sich neue Fragen und treten auch Verunsicherungen auf.

Das Forum zeigt anhand von Praxisbeispielen, u. a. der Integrierten Assistenz, Hamburger Lösungen zur Kombination von Leistungen der Eingliederungshilfe und der Pflege, die zu mehr Angebotsvielfalt und zu einer Verbesserung der Angebotsqualität geführt haben. Darauf aufbauend wird es um die Einschätzung künftiger Optionen und Risiken in diesem Bereich gehen. Als Experten stehen Rechtsanwalt Reinhold Hohage und Dr. Peter Gitschmann für die Diskussionsrunde zur Verfügung.

Impuls:
Praxisbeispiele: Evangelische Stiftung Alsterdorf, Leben mit Behinderung Hamburg Sozialeinrichtungen gGmbH, BHH Sozialkontor gGmbH
Reinhold Hohage, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Medizinrecht, Fachanwalt für Sozialrecht, Hamburg
Dr. Peter Gitschmann, Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration Hamburg, Abteilungsleitung Rehabilitation und Teilhabe

Forum 5: Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf: Verlierer des Trägerbudgets?

Wie lässt sich ein Trägerbudget mit den Interessen von Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf vereinbaren?

Um der Befürchtung entgegenzutreten, die Betreuung von Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf könnte sich durch das Trägerbudget verschlechtern, wurden neue Wege der Kooperation entwickelt. Alle Träger haben sich verpflichtet, den Personenkreis weiter in ihren Angeboten zu berücksichtigen. Eine trägerübergreifende Praxisgruppe wurde eingesetzt, um personenzentrierte Lösungen für Menschen zu entwickeln, die besondere Schwierigkeiten haben, reguläre Angebote zu erhalten. Eine unabhängige Ombudsstelle der Landesarbeitsgemeinschaft und des Betreuungsvereins für behinderte Menschen wurde gefördert, um niedrigschwellige Beratung und Beschwerden zu ermöglichen. Das Forum zeigt gute Praxis-Beispiele und strukturelle Lösungswege, berichtet von Erfahrungen und macht auf Versorgungslücken aufmerksam.

Impuls:
Benjamin Rink, Hamburger LAG und Betreuungsverein für behinderte Menschen, Projektleitung Ombudsstelle Eingliederungshilfe Hamburg
Josefin Schmohl, Bezirksamt Wandsbek, Fachamt Eingliederungshilfe, Abteilungsleitung Sozialpädagogischer Fachdienst
Mechtild Stevens, f&w fördern und wohnen, Bereichsleitung Huckfeld
Mathias Westecker, Leben mit Behinderung Hamburg, Bereichsleitung Unterstütztes Arbeiten

Forum 6: Neue Beschäftigungsformen in der Tagesförderung: inklusiv, qualifizierend, vielfältig

Arbeitsweltorientierte Bildungs- und Beschäftigungsformen für Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf: Wie kann das gehen?

Das Forum thematisiert die Entwicklung der Hamburger Tagesförderung im Rahmen des Trägerbudgets. Im Fokus stehen dezentrale Ansätze auf Grundlage einer modularisierten Leistungsvereinbarung mit den Schwerpunkten

  • berufsorientierte Bildungs- und Qualifizierungsangebote,
  • personenzentrierte und sozialräumlich orientierte Beschäftigungsmöglichkeiten,
  • altersgerechte gesellschaftliche Teilhabeformen.

Vorgestellt wird das „Netzwerk Arbeit Hamburger Tages(förder)stätten (NAHT)“ mit seiner hohen Bedeutung für die trägerübergreifende Qualitätssicherung und Angebotsvielfalt. Einblicke in die Praxis geben zwei Beispiele:

  • Das Projekt „Auf Achse“ ermöglicht Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf, an regulären Arbeitsorten tätig zu werden. In Kooperation mit Firmen, Kirchengemeinden, Vereinen und sozialen Einrichtungen entstehen vielfältige Arbeitsangebote, Erfahrungs- und Begegnungsräume.
  • Im Projekt „Geschmack am Miteinander“ führen Menschen mit Behinderung und Profis aus der Gastronomie gemeinsam das Restaurant kesselhaus.

Impuls:
Nadine Voss, Leben mit Behinderung Hamburg Sozialeinrichtungen gGmbH, Leitung Tagesstätte Ilse Wilms und Feinwerk
Stefani Burmeister, alsterdorf assistenz ost gGmbH, Bereichsleitung Hamburg-Mitte/ Bergedorf/Niedersachsen, Geschäftsführung Alsterdorfer kesselhaus

Moderation:
Stefani Burmeister, alsterdorf assistenz ost gGmbH

Forum 7: Ist es Liebe – oder geht es nur ums Geld? Wie funktioniert das Trägerbudget?

Wie gestalten wir Leistungs- und Finanzierungsstrukturen im Trägerbudget?

Kann mit Hilfe des Trägerbudgets die Effizienz sozialer Dienstleistungen für alle Beteiligten erhöht werden? Oder gerät das sorgsam austarierte System des sozialrechtlichen Dreiecks aus den Fugen?

Das Forum nähert sich diesen Fragen, indem Leistungsträger und Leistungserbringer Voraussetzungen, Zusammensetzung und Umsetzung des Trägerbudgets darlegen. Besonderes Augenmerk liegt darauf, welche Gestaltungsmöglichkeiten das Trägerbudget eröffnet, wie mit planbaren und nicht planbaren Veränderungen umgegangen wird und welche Vorkehrungen zur Sicherung der Qualität der Leistungen getroffen wurden.

Impuls:
Max Veser, Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration Hamburg, Referatsleitung Vertragsrecht SGB XII
Ingo Tscheulin, Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration Hamburg, Referatsleitung Grundsatzfragen der Eingliederungshilfe
Karin Otten, Evangelische Stiftung Alsterdorf, Controlling
Lars Bergau, f & w fördern und wohnen AöR, Controlling
Ralph Grevel, Leben mit Behinderung Hamburg Sozialeinrichtungen gGmbH, Controlling
Gerd Müller, BHH Sozialkontor gGmbH, Controlling

Moderation:
Burkhard Plemper, Journalist

Forum 8: Herausforderung Partizipation: Chancen, Grenzen, Perspektiven. Formen der Nutzerbeteiligung in Hamburg

Wie leben und bewerten Leistungsberechtigte, Leistungsträger und Leistungserbringer die Partizipation in der Eingliederungshilfe?

Die Ausrichtung der Leistungsangebote an den Zielen und Bedarfen von Menschen mit Behinderung ist Teil der zukunftsorientierten Eingliederungshilfe. Die Leistungsberechtigten sollen bei der Feststellung und Umsetzung der notwendigen Unterstützung und an der Weiterentwicklung der Leistungen beteiligt werden. Unter anderem dieses Ziel verfolgen Hamburger Leistungsträger und Leistungserbringer in ihren Rahmenvereinbarungen zum Trägerbudget 2014 bis 2018.

Ausgehend vom Stufenmodell der Partizipation (Sherry Arnstein) startet das Forum mit einer kurzen Darlegung, wie Partizipation nach aktuellem Stand der wissenschaftlichen Debatte zu erfassen ist, um darauf die Praxis genauer in den Blick zu nehmen. Anhand von Beispielen, u. a. nueva, wird vorgestellt, wie Partizipation auf den verschiedenen Ebenen stattfindet. In der anschließenden Diskussion werden die Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen und die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration vertreten sein.

Impuls:
Dr. Meike Nieß, Universität Hamburg, Lehrbeauftragte im Bereich Behindertenpädagogik
Nicole Rackwitz, GUT GEFRAGT gGmbH, Betriebsleitung
Anna Fuhrmann, BHH Sozialkontor gGmbH, Qualitätsbeauftragte
Christin Langner, f & w fördern und wohnen AöR, Teamleitung Eingliederungshilfe

Forum 9: Den Wandel gestalten – Unternehmen in Bewegung. Auf dem Weg zur personenzentrierten, sozialräumlich ausgerichteten Dienstleisterin.

Welche Faktoren bzw. Gelingensbedingungen tragen zum erfolgreichen Umbau der Unternehmen bei?

Mit den Rahmenvereinbarungen zum Trägerbudget sollen neue Strukturen für zukunftsorientierte Handlungskonzepte entwickelt und umgesetzt werden, die den Weg zu personenzentrierten, sozialräumlich orientierten und vernetzten Leistungen ebnen. Dies bedeutet für die Leistungserbringer die Gestaltung eines tiefgreifenden Wandels, der insbesondere strategisch, strukturell und kulturell bewältigt werden muss. Aus der Perspektive und Erfahrung zweier Unternehmen werden exemplarisch Prozesse der Organisationsentwicklung vorgestellt und die wesentlichen Herausforderungen im Changeprozess thematisiert.

Impuls:
Andrea Stonis, alsterdorf assistenz west gGmbH, Geschäftsführung
Renate Liess, f & w fördern und wohnen AöR, Geschäftsbereichsleitung Eingliederungshilfe
Brigitte Lütt, DETEGO GmbH & Co. KG, Organisationsberaterin

Moderation:
John Senf, alsterdorf assistenz west gGmbH, Fachbereichsleitung Qualitätsmanagement

Forum 10: Unsere „Werkstatt“ ist die ganze Stadt – Arbeitsmarkt-fokussierte Angebote

Welche Gestaltungschancen bietet das Trägerbudget für arbeitsmarktorientierte Angebote?

Ein dynamischer, heterogener Arbeitsmarkt in der Metropolregion Hamburg erfordert ein Angebotsspektrum für Menschen mit Behinderung, das diese Vielfalt angemessen abbildet und individuelle Wahl- und Entwicklungsmöglichkeiten erlaubt. Innovationen in zwei Handlungsfeldern sind dafür gleichermaßen bedeutsam: zum einen die Diversifizierung der Werkstattangebote und -strukturen, zum anderen Kooperationen mit Partnern aus Politik und Wirtschaft, um den Arbeitsmarkt inklusiver zu gestalten.

Das Forum thematisiert Gestaltungsspielräume und Entwicklungsanforderungen durch das Trägerbudget. Innovative Beispiele wie das Hamburger Budget für Arbeit, die Kooperation mit Ikea und das Inklusive Qualifizierungssystem (iQuaS) werden vorgestellt. Ein Schwerpunkt sind die damit verbundenen Veränderungen im Aufgaben- und Selbstverständnis, die der Beschäftigungsträger zu gestalten hat, u. a. durch die Definition und Implementation neuer Rollen und Funktionen wie die des Bildungsbegleiters oder des Jobcoaches.

Impuls:
Sebastian Weyhing, alsterarbeit gGmbH, Leitung Integrationsservice Arbeit
Kai Göttsch, alsterarbeit gGmbH, Leitung Institut alsterdialog
Sven Neumann, Elbe-Werkstätten GmbH, Koordinator Externe Angebote | Arbeit Inklusiv direkt
Henriette Oertel, alsterarbeit gGmbH, Projekt iQuaS

Moderation:
Reinhard Schulz, alsterarbeit gGmbH, Geschäftsführung

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Exkursionen

Exkursion 1: Wohnen für Menschen mit Körperbehinderung in Groß Borstel

Das Wohnhaus Klotzenmoor und das Haus Beerboom bieten unterschiedliche Wohnkonzepte für Menschen mit Körperbehinderungen. Die Leitungen Dirk Stocker und Matthias Raschdorf führen Sie durch die Häuser, die 2015 durch das BHH Sozialkontor erbaut wurden.

Im Wohnhaus Klotzenmoor leben Menschen mit und ohne Behinderungen in barrierefreien Wohnungen mit eigenem Mietvertrag. Sie erhalten nach Bedarf pädagogische und pflegerische Unterstützungen und können die therapeutischen Leistungen des benachbarten Therapiezentrums nutzen.

Haus Beerboom hat eine Doppelzulassung als Einrichtung der Eingliederungshilfe und Pflege für Personen mit schweren Körperbehinderungen und neurologischen Erkrankungen. Eingliederung, Pflege und Therapie finden unter einem Dach statt. Ein vernetztes Team aus spezialisierten Fachkräften fördert jeden Menschen ganzheitlich nach den Prinzipien der Sozialraumorientierung.

Exkursion 2: Treffpunkt Harburg

Südlich der Elbe gelegen ist der Stadtteil Hamburg-Harburg durch den Hafen und Arbeiterwohnungen geprägt. Unser Rundgang, bei dem Klienten und Mitarbeiter ihren Stadtteil präsentieren, führt zu den Angeboten der Sozialen Dienste Süd und dem „Treffpunkt Höhlertwiete“ sowie den Arbeitsangeboten von „Auf Achse“ der Tagesstätte Harburg Carrée.

Die Treffpunkte sind offen für alle Bürgerinnen und Bürger im Stadtteil und bieten vielfältige Freizeitaktivitäten, Bildungsangebote und pädagogische Unterstützung an. Es gibt Gruppenangebote wie Nähkurse, den Walking-Treff oder eine Reise-Gruppe. Die Freizeitprojekte werden in Kooperation mit verschiedenen Trägern wie der Volkshochschule und anderen lokalen Akteuren durchgeführt. Menschen mit Behinderung arbeiten hier als Freiwillige und können so am gesellschaftlichen Leben im Stadtteil mitwirken.

Die Angebote von „Auf Achse“ ermöglichen die Teilhabe am Arbeitsleben von Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf auch außerhalb von Tagesstätten. In Kooperation mit verschiedenen Firmen, Kirchengemeinden, Vereinen und anderen sozialen Einrichtungen entstehen so nicht nur Arbeitsangebote, sondern auch Erfahrungs- und Begegnungsräume.

Zeit für Austausch und Fragen stehen im Anschluss zur Verfügung.

Exkursion 3: Praxistour Altona

Die Praxistour Altona führt über drei Stationen mitten hinein in das städtische Leben im Hamburger Westen:
Mit IKEA und der alsterarbeit geht es auf die Reise zum inklusiven Recoverybereich des Möbelhauses – Pionier in der Bundesrepublik. Menschen mit Behinderung verantworten bei IKEA Altona die „Fundgrube“ in eigener Regie, der Bereich erzielt den höchsten Umsatz im bundesweiten Vergleich der Ikea-Häuser.
Weiter lernen Sie in Altona-Altstadt das Projekt Qplus der Evangelischen Stiftung Alsterdorf kennen, das neue Unterstützungsformen im Quartier entwickelt. Was dies ganz praktisch bedeutet, erörtern Beteiligte im Gespräch.
Die Tour schließt mit einem Besuch im treffpunkt.altona der alsterdorf assistenz west und bei altonavi, einer Kombination aus Informationszentrum und Freiwilligenagentur. altonavi, entstanden im Rahmen  der Q8 Quartiersentwicklung der Evangelischen Stiftung Alsterdorf, verbessert den Zugang zu lokalen Angeboten und fördert eine Kultur des Miteinanders im Stadtteil.

 

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